Damit es so bleibt.

Sportstadt Schwerin

Intiative

Die Corona-Krise hat die Sportvereine Schwerins durchgeschüttelt.
Wochenlang gab es keine Trainings, keine Einnahmen aus Veranstaltungen. Nur laufende Kosten.
Jetzt gilt es, die weitreichenden Folgen der Einschränkungen gezielt aufzufangen.
Das braucht Durchhaltevermögen.
Das braucht den Teamgedanken.
Das braucht gezielte Hilfen. Jetzt.

Genau dafür sind fünf Teamsportvereine eng zusammengerückt. Mit ihren insgesamt rund 2.500 Mitgliedern stehen sie für die Gesamtheit des Teamsports und handeln im Sinne aller Vereine in Schwerin. Sie sind gefährdet. Normalität wird nicht allein durch die Zeit einkehren.
Das Ziel also: Ein gut geschnürtes Rettungspaket von Seiten der Landeshauptstadt.
Eines, das durch die Krise trägt.
Das für „danach“ stärkt.
Das Perspektive bietet.
Langfristig.

Die Gespräche mit Politik und Wirtschaft laufen. Der Druck steigt. Der Nachdruck der Interessengemeinschaft auch. Im Schulterschluss.
Das Motto ist eindeutig: Sportstadt Schwerin. Damit es so bleibt.

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Schwerin. Immense Einnahmeverluste, schwierige Verhandlungen mit Sponsoren, keine Planungssicherheit für die neue Saison: Die leistungsorientierten Spitzensportvereine der Landeshauptstadt leiden unter den gravierenden Folgen der Corona-Pandemie. „Wir kämpfen um das Überleben unserer Top-Teams. Das ist einer der wichtigsten Fights für den Schweriner Spitzensport. Diesen wollen wir jetzt gewinnen“, sagt Michael Evers, Chef des SSC Palmberg Schwerin und Sprecher der Interessengemeinschaft Sportstadt Schwerin. Unter dem Motto „Damit es so bleibt!“ haben sich fünf Vereine (neben den Volleyballerinnen auch die Fußballer des FCMecklenburg, die Box-Talente vom SC Traktor sowie die Handballer und Handballerinnen von den Mecklenburger Stieren und dem SV Grün-Weiß) zusammengeschlossen. Mit einer Stimme werben sie um Unterstützung und organisieren gemeinsam Aktivitäten für die Fans.

„Unsere Veranstaltungsreihe, bei der jeder dabei sein kann, startet am 7. Juli. Zum Auftakt gibt es eine große Solidaritätsaktion, bei der alle, die sonst die Tribünen bevölkern, unterschiedliche Tickets zugunsten der Top-Ballsport-Mannschaften unserer Stadt erwerben können. Dieses Event ist kein klassisches Spiel, sondern ein fiktives Event, bei dem alle ihre Unterstützung dem Spitzensport geben können. Vorbereitet wird ein halbstündiges Streaming-Angebot mit vielen Informationen zur Interessengemeinschaft Sportstadt Schwerin, einer Tombola und Überraschungen“, sagt Patrick Bischoff, designierter Geschäftsführer bei den Mecklenburger Stieren und ebenfalls Sprecher der Initiative. Sportarten übergreifend können die Fans eine Menge erfahren und natürlich gewinnen. „Das geht mit etwas Glück bei der Tombola. Noch wichtiger ist das Mitmachen. Alle Erlöse der Soli-Tickets, die über einen online-Shop der Homepage sportstadt-schwerin.de verkauft werden, kommen eins zu eins bei den Vereinen an. Das hilft uns, diese schwierige Phase zu überwinden und so schnell es geht wieder die großartigen Sporterlebnisse in Schwerin zu ermöglichen“, so die beiden Sprecher.

Soli-Tickets (mit Wahl des jeweiligen Lieblingsvereins) gibt es zum Preis von 7 Euro. Für 28 Euro erhalten Sportfans das Heldenticket und unterstützen damit die beiden Handballmannschaften, die Volleyballdamen und die Fußballer. Wer sich für ein VIP-Ticket (100 Euro) entscheidet, bekommt nach Wahl seines Vereins ein neues Saisontrikot mit Autogrammen der jeweiligen Spieler dazu. Alle Soli-Tickets nehmen automatisch an der Verlosung attraktiver Preise teil.

Den Auftakt der Event-Reihe, die für den Zusammenhalt in der Sportstadt Schwerin steht, können Ticketinhaber am 7. Juli ab 19 Uhr in ausgewählten gastronomischen Einrichtungen und über das City-WLAN der StadtwerkeSchwerin auf mobilen Endgeräten erleben. Es folgen gemeinsame Sporttage unter dem Motto „Eine Stadt lebt…“ – Handball (11.8.), Volleyball (8.9.), Fußball ( 13.10.) und Boxen (10.11.) jeweils um 18 Uhr–  beginnend auf dem Schlachtermarkt. „Für das Event der Handballer sei an dieser Stelle schon mal verraten, dass wir ein Spiel vorbereiten, welches im Livestream zu sehen ist“, kündigt Patrick Bischoff an. Zunächst gilt es jedoch, für die Hilfsaktion einen „Zuschauerrekord“ beim Verkauf der Soli-Tickets aufzustellen. Mit Plakaten und in den sozialen Netzwerken werben die Spitzensportler für die einmalige Aktion. Damit es so bleibt – in der Sportstadt Schwerin.

Barbara Arndt

Schwerin • 18.104 Sportlerinnen und Sportler, davon 5.300 Kinder und Jugendliche, trainieren eigentlich in 107 Vereinen in Schwerin. Derzeit allerdings nicht oder nur unter besonderen Auflagen. Die Pandemie bremst das Vereinsleben aus. Aushängeschild für die Stadt sind dabei große Teamsportvereine im Volleyball, Handball, Fußball und Boxen, die zu ihren Heimwettkämpfen normalerweise tausende Fans in Stadien oder Hallen begeistern.

Die fünf großen Teamsportvereine haben 2.475 Mitglieder und saisonale Fixkosten von rund 1,7 Millionen Euro zu bewältigen. Nun bangen sie wegen der Einschränkungen um ihre Zukunft und fordern für die kommenden Jahre zusätzliche Unterstützung von der Stadt. „Wir werden das alleine nicht schaffen“, so Michael Evers, Geschäftsführer des SSC Palmberg Schwerin. „Wenn wir jetzt nicht die richtigen Entscheidungen treffen, wird es keine Sportstadt Schwerin mehr geben.“ Insbesondere die professionalisierten Sportarten haben durch Saisonabbrüche erhebliche Ausfälle. Sie rechnen mit einem Defizit in Millionenhöhe, da Einnahmen aus Ticketverkäufen fehlen und Sponsoren aus wirtschaftlichen Gründen aussteigen. Schon jetzt haben sie Umsatzeinbußen von knapp 330.000 Euro. Bei den Volleyballerinnen des Bundesligisten SSC Palmberg Schwerin und bei den Drittliga-Handballern der Mecklenburger Stiere ist die Situation bereits kritisch. Spielerverträge laufen, Mitarbeiter müssen bezahlt werden. „Das Kurzarbeitergeld kann uns zum Teil entlasten, aber das reicht hinten und vorne nicht“, stellt Patrick Bischoff, Geschäftsführer der Mecklenburger Stiere Spielbetriebs GmbH, fest. „Wir können uns ausrechnen, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir aufgeben müssen.“ Im April hat das Land Mecklenburg-Vorpommern kurzfristig einen Hilfsfond in Höhe von knapp 3,5 Millionen Euro für das Sportleben eingerichtet, um die Liquidität in den Vereinen des Landes zu sichern. Fünf Teamsportvereine sind nun in der Interessengemeinschaft „Sportstadt Schwerin“ organisiert, um über ein Rettungspaket zu verhandeln. In ersten Gesprächen mit der Stadtspitze und Fraktionsvertretern erläuterten sie die Situation und brachten Ideen vor, welche Maßnahmen sinnvoll wären. Nun wollen Stadtverwaltung
und Politik prüfen, wie so ein Rettungspaket aussehen kann.

Auch andere städtische Vereine sind verunsichert. Dirk Pollakowski, Geschäftsführer des Stadtsportbundes (SSB) kämpft um „seine“ 107 Schweriner Sportvereine. „Wir informieren
unsere Vereine regelmäßig, damit sie sich auf die kritische Situation einstellen und vor allem ihre Mitglieder seriös informieren können“, so Pollakowski. „Ich kann allen nur
empfehlen, die offiziellen Informationswege zu nutzen und lieber einmal mehr bei uns anzurufen. Nicht alles, was über die Medien transportiert wird, stimmt.“

Dirk Pollakowski hat volles Verständnis, wenn sein Telefon auch mal abends klingelt. Alle Vereine sind ehrenamtlich geführt. Und genau diese Ehrenamtler müssen Entscheidungen
für den Fortbestand ihrer Vereine treffen. Nur 15 der 107 Vereine haben Festangestellte. Da gäbe es keinen Feierabend und geholfen werden müsse immer sofort. Einen  Existenzbedrohten Verein konnte der SSB durch gezielte Beratung schon retten. „Wir tun derzeit alles, um den Vereinen in ihrer Liquidität Luft zu verschaffen. Geleistete Förderungen stehen bei Ausfall von Projekten und Veranstaltungen erstmal nicht zur Rückzahlung an. Vereinsförderungen und kommunale Zuschüsse wurden vorzeitig bearbeitet und ausgezahlt“, sagt
Dirk Pollakowski. Eine seiner größten Sorgen derzeit: „Sportler müssen in diesen Monaten zu ihren Vereinen stehen und die Mitgliedsbeiträge bezahlen, sonst gibt es ihren Verein
vielleicht demnächst nicht mehr.“

Kontakt des SSB: Telefonisch unter der Nummer (0385) 79 88 10 oder per Mail an info@stadtsportbund-schwerin.de, Förderanträge zum Download gibt es unter www.lsb-mv.de/sportfoerderung.

 

Holger Herrmann

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Schwerin • „Allein werden es Teamsportvereine in Schwerin nicht schaffen, die finanziellen Ausfälle zu kompensieren“, stellt Michael Evers vom SSC Palmberg Schwerin fest. Fünf wichtige Vereine haben deshalb eine Interessensgemeinschaft gegründet, um mit deutlichen Forderungen für ein Rettungspaket an die Stadt und die Politik zu appellieren.

In dieser Interessengemeinschaft haben sich Vereine solidarisch versammelt, die sich durch eine besondere sportliche Bedeutung für Schwerin auszeichnen. „Vereine, die Aushängeschilder unserer Landeshauptstadt sind – sei es auf regionaler, auf Landes-, Bundes-, oder internationaler Ebene“, stellt Michael Evers klar. „Wir sind für den Wirtschaftsstandort und die touristische Vermarktung ein bedeutender Faktor. Das bezieht sich nicht nur auf unsere Veranstaltungen. Wir sind Arbeitgeber und für viele Dienstleister wichtig. Davon profitiert die Stadt enorm.“ Nicht zu vergessen ist dabei auch die Arbeit im Kinder- und Jugendbereich.

Vorerst haben der SSC Palmberg Schwerin, der Boxclub Traktor, die Mecklenburger Stiere, der SV Grün-Weiß und der FC Mecklenburg am Tisch Platz genommen. „Unsere Interessensgemeinschaft versteht sich als Anwalt für alle Teamsportvereine in der Stadt. Weitere Vereine sind herzlich willkommen“, ergänzt Patrick Bischoff vom Verein Mecklenburger Stiere e.V.

Patrick Bischoff und Michael Evers wurden als Sprecher gewählt und fordern nun dringend für die Vereine ein Rettungspaket. Es sei schon „fünf vor zwölf“. Bereits jetzt haben viele Vereine immense Zahlungsschwierigkeiten. Derzeit wegfallende Zuschauereinnahmen, wegbrechende Sponsoren-Gelder und teilweise auch geringere Mitgliedsbeiträge werden aus Sicht der Vereine nicht auszugleichen sein. „Staatliche Kompensationsmöglichkeiten, wie Kurzarbeitergeld oder Corona-Hilfen, geben uns etwas Luft, gerade in Bezug auf die Liquidität. Aber das reicht bei Weitem nicht“, bringt es Michael Evers auf den Punkt. Mittelfristig werde die derzeitige Krise die Existenzen der Vereine gefährden. Nur einen Ausgleich für die momentane Situation zu schaffen, sei viel zu kurz gedacht. „Wir müssen jetzt handeln. Städtische Unternehmen sind schon starke Förderer des Sports und sichern die Basis. Das allein genügt allerdings nicht“, erklärt Patrick Bischoff.

Deshalb pochen die Interessensvertreter nun auf zusätzliche Zuwendungen durch die Stadt. Dazu wollen sie mit der Stadtverwaltung und Stadtvertretern an den Verhandlungstisch. In verschiedenen Stufen soll ein Konzept greifen, welches die Vereine entlastet und für die kommenden zwei Jahre absichert – sei es durch weitergehende Zuwendungen, Erlass von Zahlungen oder Ähnlichem. „Aus unserer Sicht wäre auch ein Sonderfonds zur Begleichung kurzfristiger Verbindlichkeiten hilfreich“, sagt Michael Evers. Die Vereine werden durch Schulterschluss dabei helfen, ein machbares Paket zu schnüren. Das könnten auch vereinsübergreifende Veranstaltungen sein. Wir sind da offen und werden uns einbringen“, verspricht Patrick Bischoff. „Der Sport ist hier bedeutend. Was für Rostock Hansa ist, ist für Schwerin der erfolgreiche Teamsport mit seinen langen Traditionen“, mahnt Michael Evers. „Wenn wir jetzt keine Lösung finden, wird in naher Zukunft bei den Vereinen das Licht ausgehen.“

Holger Herrmann

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Links & Downloads

Hier finden Sie Informationen und Downloads zum Thema Förderung der Sportvereine zu Zeiten der Bekämpfung des Coronavirus:

Landeshauptstadt Schwerin

Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern

Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern

Bundesregierung

Wir sind für Ihre Fragen da

Kontakt

Michael Evers

SSC Palmberg Schwerin

E-Mail: evers@osp-mv.de
Mobil: +49 160 96981343

Patrick Bischoff

Mecklenburger Stiere

E-Mail: pb@mecklenburger-stiere.de
Mobil: +49 172 3278227